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Mythos und Alltäglichkeit am Beispiel von Joyce...
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In welchen Formen behauptet der Mythos seine Anwesenheit in der Moderne? Die Transformation des Mythos steht in einem Problemhorizont mit der Selbstbehauptung des Menschen, der gesteigerten Kontingenz und der Metaphysiklosigkeit der Moderne. Der Mythos stellt die Struktur, mit deren Hilfe "Berlin Alexanderplatz" und "Ulysses" diese Herausforderungen nicht in Form ihrer bloßen Reflexion, sondern ihrer produktiven Gestaltung annehmen. Das ihnen gemeinsame poetologische Selbstverständnis, durch neue Formen der Narration eine unverstellte Annäherung an die Wirklichkeit und ihre Tiefendimension in eins zu erschließen, ließ sich auch an den Poetiken von V. Woolf, Broch und Rilke beobachten. Die Engführung von Mythos und Alltäglichkeit ist dann kein Epiphänomen der zeitgleichen Poetiken der Moderne, sondern eines ihrer Charakteristika. Die Optik aber, unter der die literarische Moderne erscheint, verschiebt sich von dem bekannten Topos des "nicht mehr" zu einem "erst jetzt".

Anbieter: Dodax
Stand: 24.01.2020
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Heimatmuseum
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"Das Beste von Lenz, ein Buch, das dauern wird über Generationen hinaus." Welt am SonntagDer umfangreichste und ambitionierteste Roman von Siegfried Lenz, konzipiert bereits Anfang der 1960er Jahre und zugunsten der Deutschstunde unterbrochen, erschien 1978 und wurde sofort ein Erfolg. Die dramatische und episodenreiche Geschichte eines Heimatmuseums in Masuren wird zum Kristallisationspunkt der großen politischen Entwicklungen von der Jahrhundertwende bis in die Nachkriegszeit: "Heimatkunde als Weltkunde".Zwischen politischer Vereinnahmung und Selbstbehauptung entwickelt sich die Freundschaft zwischen dem Erzähler Zygmunt und seinem Antipoden Conny: Der eine wird mit seinem Widerstand gegen völkische Heimattümelei zum Hassobjekt der Rechten, der andere bemüht sich, die Unabhängigkeit seines Museums zu bewahren - bis schließlich Krieg, Vertreibung und der Aufbau einer neuen Existenz im Westen die Rollen umkehren und Zygmunt keinen anderen Weg mehr sieht, als sein Museum zu zerstören. An seine Stelle tritt das skeptische, reflektierende Erzählen: der Roman selbst.Lenz' Roman entwirft ein farbenreiches, weit ausgreifendes Panorama Masurens als einer exemplarischen europäischen Grenzlandschaft. "Die Erzählabsicht: an bebildertem Leben den Antagonismus von Heimatverfallenheit und tragischem Kosmopolitismus deutlich zu machen." Nachdem er Willy Brandt 1970 nach Warschau begleitet hatte, konzipiert er Heimatmuseum auch als politische Standortbestimmung: "Wenn ich's bedenke [...], dann wird dieser Roman, recht verstanden, ein Beitrag zur Ostpolitik, der manche Rede überflüssig macht." Vordergründig traditionell erzählt, erweist sich Heimatmuseum als ein faszinierendes Experiment mit Geschichte und Erinnerung, Mythos und Modernität.

Anbieter: Dodax AT
Stand: 24.01.2020
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Heimatmuseum
68,00 € *
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"Das Beste von Lenz, ein Buch, das dauern wird über Generationen hinaus." Welt am SonntagDer umfangreichste und ambitionierteste Roman von Siegfried Lenz, konzipiert bereits Anfang der 1960er Jahre und zugunsten der Deutschstunde unterbrochen, erschien 1978 und wurde sofort ein Erfolg. Die dramatische und episodenreiche Geschichte eines Heimatmuseums in Masuren wird zum Kristallisationspunkt der großen politischen Entwicklungen von der Jahrhundertwende bis in die Nachkriegszeit: "Heimatkunde als Weltkunde".Zwischen politischer Vereinnahmung und Selbstbehauptung entwickelt sich die Freundschaft zwischen dem Erzähler Zygmunt und seinem Antipoden Conny: Der eine wird mit seinem Widerstand gegen völkische Heimattümelei zum Hassobjekt der Rechten, der andere bemüht sich, die Unabhängigkeit seines Museums zu bewahren - bis schließlich Krieg, Vertreibung und der Aufbau einer neuen Existenz im Westen die Rollen umkehren und Zygmunt keinen anderen Weg mehr sieht, als sein Museum zu zerstören. An seine Stelle tritt das skeptische, reflektierende Erzählen: der Roman selbst.Lenz' Roman entwirft ein farbenreiches, weit ausgreifendes Panorama Masurens als einer exemplarischen europäischen Grenzlandschaft. "Die Erzählabsicht: an bebildertem Leben den Antagonismus von Heimatverfallenheit und tragischem Kosmopolitismus deutlich zu machen." Nachdem er Willy Brandt 1970 nach Warschau begleitet hatte, konzipiert er Heimatmuseum auch als politische Standortbestimmung: "Wenn ich's bedenke [...], dann wird dieser Roman, recht verstanden, ein Beitrag zur Ostpolitik, der manche Rede überflüssig macht." Vordergründig traditionell erzählt, erweist sich Heimatmuseum als ein faszinierendes Experiment mit Geschichte und Erinnerung, Mythos und Modernität.

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Stand: 24.01.2020
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Das Bild des Menschen im Spiegel der Kunst. Bd.3
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Im Spiegel der großen Kunst der Vergangenheit ist das Bild des Menschen wirkmächtig eine erhöhte, verklärte, idealisierte Ansicht von sich selbst gewesen - anthropologisch vorgegeben im Selbstüberschätzungsbedürfnis menschlicher Individuen wie Kollektive und der von den Künstlern wahrgenommenen Aufgabe zur Selbstbehauptung des aus der Natur freigelassenen Menschen, der sich selbst zu dem zu schaffen hätte, der er sein kann und sein soll. Der Kunst verdankt, sind ihm zu Erleichterung und Gewährleistung seiner Selbstwahl begeisternde menschliche Möglichkeiten vor Augen geführt worden, Vorbilder menschlicher Größe oder eines höheren Selbst, ansehnliche, liebenswerte Wünschbarkeiten, die ihn der Erreichbarkeit, zumindest Erstrebbarkeit solcher zur Nachfolge auffordernder Vorbilder eines menschenwürdigen Lebens versichern konnten. In diesem dritten Band "Bild des Menschen im Spiegel der Kunst" ist dementsprechend der "wahre" Mensch des Alten Ägyptens durch Hochbilder der für gottgleich gehaltenen Pharaonen sowie der für diese Kultur signifikanten, "ewigen" Pyramiden dargestellt worden, allemal, wie in den übrigen Kapiteln des Buches, auf dem Hintergrund des Selbstbildes der alten Ägypter in Geschichte und Mythos. - Der Geist der babylonischen Kultur wird durch Sinndeutung der Herrscherbildnisse als sprechendster Zeugnisse ihres Machtwillens im Glauben an ihre kriegerischen und eroberungslüsternen Götter zu kennzeichnen versucht. - Das Symbol "Roma aeterna" sollen die beiden bedeutendsten Römer, Julius Caesar und Augustus, zu klären helfen, veranschaulicht in ihren für die römische Kunst repräsentativen Porträts in Büsten und Standbildern, ergänzt durch Sichtung und Deutung von für den römischen Macht- und Reichswillen charakteristischen Bauwerken: Pantheon, Pont du Gard, Porta Nigra und Colosseum. - Der Islam wird als Glaube der Muslime an den Glauben Mohammeds an Allah aufgefasst, als vermeintlich absolute Offenbarung vom ewigen Wesen und unbedingt verpflichtenden Willen Gottes, mithin kompromisslos als Mohammedanismus - vom Standpunkt des Unglaubens aus gesehen mögen daher als das Beste an dieser Religion illusionärer, aber gegen Not und Tod vorzüglich immunisierender Hoffnungen auf ein paradiesisches Jenseits für die Rechtgläubigen und rachsüchtig eingebildeter Verdammung der Ungläubigen zu ewiger Höllenpein die Wunderwerke der Moscheen gelten, sinnfällige Bürgschaft für den beanspruchten Glauben an die göttliche Heilszusage, dass, wer sich dienstbar im Dar al-Islam, im heiligen Hause Allahs auf Erden, dem im Koran geoffenbarten Willen des Herrgotts unterwürfe, verlässlich vom barmherzigen und gnadenreichen Allerhöchsten ein glückseliges Leben in alle Ewigkeit geschenkt bekomme.

Anbieter: Dodax AT
Stand: 24.01.2020
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Das Bild des Menschen im Spiegel der Kunst. Bd.3
59,00 € *
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Im Spiegel der großen Kunst der Vergangenheit ist das Bild des Menschen wirkmächtig eine erhöhte, verklärte, idealisierte Ansicht von sich selbst gewesen - anthropologisch vorgegeben im Selbstüberschätzungsbedürfnis menschlicher Individuen wie Kollektive und der von den Künstlern wahrgenommenen Aufgabe zur Selbstbehauptung des aus der Natur freigelassenen Menschen, der sich selbst zu dem zu schaffen hätte, der er sein kann und sein soll. Der Kunst verdankt, sind ihm zu Erleichterung und Gewährleistung seiner Selbstwahl begeisternde menschliche Möglichkeiten vor Augen geführt worden, Vorbilder menschlicher Größe oder eines höheren Selbst, ansehnliche, liebenswerte Wünschbarkeiten, die ihn der Erreichbarkeit, zumindest Erstrebbarkeit solcher zur Nachfolge auffordernder Vorbilder eines menschenwürdigen Lebens versichern konnten. In diesem dritten Band "Bild des Menschen im Spiegel der Kunst" ist dementsprechend der "wahre" Mensch des Alten Ägyptens durch Hochbilder der für gottgleich gehaltenen Pharaonen sowie der für diese Kultur signifikanten, "ewigen" Pyramiden dargestellt worden, allemal, wie in den übrigen Kapiteln des Buches, auf dem Hintergrund des Selbstbildes der alten Ägypter in Geschichte und Mythos. - Der Geist der babylonischen Kultur wird durch Sinndeutung der Herrscherbildnisse als sprechendster Zeugnisse ihres Machtwillens im Glauben an ihre kriegerischen und eroberungslüsternen Götter zu kennzeichnen versucht. - Das Symbol "Roma aeterna" sollen die beiden bedeutendsten Römer, Julius Caesar und Augustus, zu klären helfen, veranschaulicht in ihren für die römische Kunst repräsentativen Porträts in Büsten und Standbildern, ergänzt durch Sichtung und Deutung von für den römischen Macht- und Reichswillen charakteristischen Bauwerken: Pantheon, Pont du Gard, Porta Nigra und Colosseum. - Der Islam wird als Glaube der Muslime an den Glauben Mohammeds an Allah aufgefasst, als vermeintlich absolute Offenbarung vom ewigen Wesen und unbedingt verpflichtenden Willen Gottes, mithin kompromisslos als Mohammedanismus - vom Standpunkt des Unglaubens aus gesehen mögen daher als das Beste an dieser Religion illusionärer, aber gegen Not und Tod vorzüglich immunisierender Hoffnungen auf ein paradiesisches Jenseits für die Rechtgläubigen und rachsüchtig eingebildeter Verdammung der Ungläubigen zu ewiger Höllenpein die Wunderwerke der Moscheen gelten, sinnfällige Bürgschaft für den beanspruchten Glauben an die göttliche Heilszusage, dass, wer sich dienstbar im Dar al-Islam, im heiligen Hause Allahs auf Erden, dem im Koran geoffenbarten Willen des Herrgotts unterwürfe, verlässlich vom barmherzigen und gnadenreichen Allerhöchsten ein glückseliges Leben in alle Ewigkeit geschenkt bekomme.

Anbieter: Dodax
Stand: 24.01.2020
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Heimatmuseum
70,00 € *
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"Das Beste von Lenz, ein Buch, das dauern wird über Generationen hinaus." Welt am SonntagDer umfangreichste und ambitionierteste Roman von Siegfried Lenz, konzipiert bereits Anfang der 1960er Jahre und zugunsten der Deutschstunde unterbrochen, erschien 1978 und wurde sofort ein Erfolg. Die dramatische und episodenreiche Geschichte eines Heimatmuseums in Masuren wird zum Kristallisationspunkt der großen politischen Entwicklungen von der Jahrhundertwende bis in die Nachkriegszeit: "Heimatkunde als Weltkunde".Zwischen politischer Vereinnahmung und Selbstbehauptung entwickelt sich die Freundschaft zwischen dem Erzähler Zygmunt und seinem Antipoden Conny: Der eine wird mit seinem Widerstand gegen völkische Heimattümelei zum Hassobjekt der Rechten; der andere bemüht sich, die Unabhängigkeit seines Museums zu bewahren - bis schließlich Krieg, Vertreibung und der Aufbau einer neuen Existenz im Westen die Rollen umkehren und Zygmunt keinen anderen Weg mehr sieht, als sein Museum zu zerstören. An seine Stelle tritt das skeptische, reflektierende Erzählen: der Roman selbst.Lenz' Roman entwirft ein farbenreiches, weit ausgreifendes Panorama Masurens als einer exemplarischen europäischen Grenzlandschaft. "Die Erzählabsicht: an bebildertem Leben den Antagonismus von Heimatverfallenheit und tragischem Kosmopolitismus deutlich zu machen." Nachdem er Willy Brandt 1970 nach Warschau begleitet hatte, konzipiert er Heimatmuseum auch als politische Standortbestimmung: "Wenn ich's bedenke [...], dann wird dieser Roman, recht verstanden, ein Beitrag zur Ostpolitik, der manche Rede überflüssig macht." Vordergründig traditionell erzählt, erweist sich Heimatmuseum als ein faszinierendes Experiment mit Geschichte und Erinnerung, Mythos und Modernität.

Anbieter: buecher
Stand: 24.01.2020
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Heimatmuseum
68,00 € *
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"Das Beste von Lenz, ein Buch, das dauern wird über Generationen hinaus." Welt am SonntagDer umfangreichste und ambitionierteste Roman von Siegfried Lenz, konzipiert bereits Anfang der 1960er Jahre und zugunsten der Deutschstunde unterbrochen, erschien 1978 und wurde sofort ein Erfolg. Die dramatische und episodenreiche Geschichte eines Heimatmuseums in Masuren wird zum Kristallisationspunkt der großen politischen Entwicklungen von der Jahrhundertwende bis in die Nachkriegszeit: "Heimatkunde als Weltkunde".Zwischen politischer Vereinnahmung und Selbstbehauptung entwickelt sich die Freundschaft zwischen dem Erzähler Zygmunt und seinem Antipoden Conny: Der eine wird mit seinem Widerstand gegen völkische Heimattümelei zum Hassobjekt der Rechten; der andere bemüht sich, die Unabhängigkeit seines Museums zu bewahren - bis schließlich Krieg, Vertreibung und der Aufbau einer neuen Existenz im Westen die Rollen umkehren und Zygmunt keinen anderen Weg mehr sieht, als sein Museum zu zerstören. An seine Stelle tritt das skeptische, reflektierende Erzählen: der Roman selbst.Lenz' Roman entwirft ein farbenreiches, weit ausgreifendes Panorama Masurens als einer exemplarischen europäischen Grenzlandschaft. "Die Erzählabsicht: an bebildertem Leben den Antagonismus von Heimatverfallenheit und tragischem Kosmopolitismus deutlich zu machen." Nachdem er Willy Brandt 1970 nach Warschau begleitet hatte, konzipiert er Heimatmuseum auch als politische Standortbestimmung: "Wenn ich's bedenke [...], dann wird dieser Roman, recht verstanden, ein Beitrag zur Ostpolitik, der manche Rede überflüssig macht." Vordergründig traditionell erzählt, erweist sich Heimatmuseum als ein faszinierendes Experiment mit Geschichte und Erinnerung, Mythos und Modernität.

Anbieter: buecher
Stand: 24.01.2020
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Schrecken und Poesie
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: sehr gut (1,0), Freie Universität Berlin (Philosophisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Schrecken und Poesie - dieses polare Begriffspaar reicht aus, um das Weltverhältnis des Menschen, wie es Hans Blumenberg (1920 - 1996) in seiner kulturtheoretischen Studie 'Arbeit am Mythos' (1979) beschreibt, auf seine kürzeste Formel zu bringen: Schrecken, damit ist die epiphanische Initialerfahrung des Menschen gemeint, der sich seiner Differenz zu den Dingen ringsum bewusst wird, aber noch keine kulturellen Deutungsmuster besitzt, um sich dieselben in differenzierter Form anzueignen. Weil ihm die Möglichkeit zum rational-ordnenden Zugriff noch fehlt, kann er die Wirklichkeit nicht anders denn als intransparente Front unverfügbarer Faktizität erfahren, deren allgegenwärtige Übermacht 'namenloses Entsetzen' evoziert. Poesie, im Gegensatz hierzu, bezeichnet die Summe menschlicher Abwehrreflexe, die sich vor diesem Hintergrund konstituieren. Vom Willen zur Selbstbehauptung motiviert, entwirft das bewusstgewordene Subjekt Strategien der Entlastung, welche auf eine möglichst umfassende Verdrängung der übermächtigen Wirklichkeit abzielen. - Analog zum bipolaren Ansatz Blumenbergs, der menschlich-kulturelle Existenz im Spannungsfeld von absoluter Wirklichkeit und humaner Selbstbehauptung verortet, steht die bereits 100 Jahre zuvor von Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) in seiner kulturphilosophischen Programmschrift 'Die Geburt der Tragödie' (1872) entworfene duale Grundkonzeption von archaischem Pessimismus und ästhetisch-metaphysischer Selbsterlösung: Wie Blumenberg postuliert Nietzsche eine epiphanische Kontingenzerfahrung als anthropologische Ausgangssituation menschlicher Existenz und versteht Kultur vor diesem Hintergrund als überlebensstrategischen Defensivmechanismus, dessen Wert in seinem Potential zur Emanzipation vom Schrecken des Daseins besteht. - Im Rahmen der vorliegenden Arbeit möchte ich versuchen, anhand einer parallelen Lektüre beider Texte Blumenbergs bzw. Nietzsches Verständnis von Aufgabe und Funktion des Mythos präzise zu bestimmen. Wie gezeigt werden soll, sind mythopoetische Leistungen in beiden Modellen zunächst wesentlich über ihr Potential definiert, die 'anthropomorphe Lebenswelt' bzw. den 'Schein des Individuellen' zur ausschliesslichen Wirklichkeit zu verklären. Ausgehend von dieser Diagnose möchte ich kritisch nach der anthropologischen Unhintergehbarkeit der hier angenommenen Kompensationsfunktion fragen: Könnte Kultur vielleicht auch im Dienste einer anderen Wahrheit stehen als der blossen Affirmation lebensweltlichen Scheins?

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 24.01.2020
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Schrecken und Poesie
8,99 € *
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: sehr gut (1,0), Freie Universität Berlin (Philosophisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Schrecken und Poesie - dieses polare Begriffspaar reicht aus, um das Weltverhältnis des Menschen, wie es Hans Blumenberg (1920 - 1996) in seiner kulturtheoretischen Studie 'Arbeit am Mythos' (1979) beschreibt, auf seine kürzeste Formel zu bringen: Schrecken, damit ist die epiphanische Initialerfahrung des Menschen gemeint, der sich seiner Differenz zu den Dingen ringsum bewußt wird, aber noch keine kulturellen Deutungsmuster besitzt, um sich dieselben in differenzierter Form anzueignen. Weil ihm die Möglichkeit zum rational-ordnenden Zugriff noch fehlt, kann er die Wirklichkeit nicht anders denn als intransparente Front unverfügbarer Faktizität erfahren, deren allgegenwärtige Übermacht 'namenloses Entsetzen' evoziert. Poesie, im Gegensatz hierzu, bezeichnet die Summe menschlicher Abwehrreflexe, die sich vor diesem Hintergrund konstituieren. Vom Willen zur Selbstbehauptung motiviert, entwirft das bewußtgewordene Subjekt Strategien der Entlastung, welche auf eine möglichst umfassende Verdrängung der übermächtigen Wirklichkeit abzielen. - Analog zum bipolaren Ansatz Blumenbergs, der menschlich-kulturelle Existenz im Spannungsfeld von absoluter Wirklichkeit und humaner Selbstbehauptung verortet, steht die bereits 100 Jahre zuvor von Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) in seiner kulturphilosophischen Programmschrift 'Die Geburt der Tragödie' (1872) entworfene duale Grundkonzeption von archaischem Pessimismus und ästhetisch-metaphysischer Selbsterlösung: Wie Blumenberg postuliert Nietzsche eine epiphanische Kontingenzerfahrung als anthropologische Ausgangssituation menschlicher Existenz und versteht Kultur vor diesem Hintergrund als überlebensstrategischen Defensivmechanismus, dessen Wert in seinem Potential zur Emanzipation vom Schrecken des Daseins besteht. - Im Rahmen der vorliegenden Arbeit möchte ich versuchen, anhand einer parallelen Lektüre beider Texte Blumenbergs bzw. Nietzsches Verständnis von Aufgabe und Funktion des Mythos präzise zu bestimmen. Wie gezeigt werden soll, sind mythopoetische Leistungen in beiden Modellen zunächst wesentlich über ihr Potential definiert, die 'anthropomorphe Lebenswelt' bzw. den 'Schein des Individuellen' zur ausschließlichen Wirklichkeit zu verklären. Ausgehend von dieser Diagnose möchte ich kritisch nach der anthropologischen Unhintergehbarkeit der hier angenommenen Kompensationsfunktion fragen: Könnte Kultur vielleicht auch im Dienste einer anderen Wahrheit stehen als der bloßen Affirmation lebensweltlichen Scheins?

Anbieter: Thalia AT
Stand: 24.01.2020
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